Drohnenpilot mit Bildschirm

Mobile Entnahmeteams

Effektive Entnahme von Schwarzwild: Der Einsatz von Mobilen Entnahmeteams des Landes Hessen ist ein Angebot an Jägerinnen und Jäger in den ASP-Sperrzonen.

Um die Afrikanische Schweinepest (ASP) endgültig zu tilgen und Seuchen-freiheit herzustellen, ist eine massive Reduktion der Schwarzwildbestände notwendig. Insbesondere gilt dies für das Kerngebiet und die Weißen Zonen, in denen das Ziel der vollständigen Entnahme des Schwarzwildes besteht.
Um die Jägerschaft hierbei kostenlos zu unterstützen, hat das Land Hessen im Sommer 2025 Mobile Entnahmeteams (METs) gegründet. Neben der Entnahme der letzten Stücke erwiesen sich die METs auch dort als besonders effektiv, wo die normale Jagd aufgrund von schwierigem Gelände, problematischer Vegetation, Siedlungsnähe oder anderen Widrigkeiten erschwert ist. METs kommen dabei in den Sperrzonen im Rahmen der Seuchenbekämpfung zum Einsatz.

Was sind METs - Mobile Entnahmeteams?

METs bestehen aus einem Drohnenpiloten und zwei Schützen, welche mit Wärmebildtechnik ausgestattet sind. Die zum Einsatz kommenden Schützen sind ausschließlich Bedienstete des Landes Hessen, welche sich auf die nächtliche Entnahme von Schwarzwild spezialisiert haben.

Wie läuft der Einsatz eines Mobilen Entnahmeteams ab?

Ein MET-Einsatz beginnt damit, dass sich ein Jagdausübungsberechtigter an den Führungsstab ASP des Hessischen Ministeriums für Landwirtschaft und Umwelt, Weinbau, Forsten, Jagd und Heimat wendet bzw. das zuständige Veterinäramt den Kontakt herstellt. Nachdem sich über die Grundzüge eines möglichen Einsatzes per Telefon oder E-Mail ausgetauscht wurde, wird ein Ortstermin vereinbart. Dabei steht der Informationsaustausch zwischen Jagdausübungsberechtigten und MET-Einsatzleitung im Vorder-grund. Es werden Reviergrenzen, Wildeinstände, Gefahrenpunkte und weitere Besonderheiten besprochen.

Bevor ein Einsatz stattfindet, informiert die MET-Einsatzleitung alle notwendigen Behörden über das Vorhaben. Der Einsatz an sich findet in der Nacht statt. Dabei wird zuerst die zu bejagende Fläche mittels einer Drohne abgesucht. Wird Schwarzwild detektiert, beginnen die Schützen mit der Entnahme. Der große Vorteil dieses Vorgehens besteht darin, dass die Schützen während der Entnahme ständig durch den Drohnenpiloten über das Verhalten des Schwarzwilds informiert werden. Diese Zusatzinformationen steigern die Erfolgsaussichten um ein Vielfaches. Nicht selten können so ganze Rotten entnommen werden.
Nach einer erfolgreichen Entnahme werden die Koordinaten der zu bergenden Stücke durch die Schützen an den Jagdausübungsberechtigten weitergeleitet.

Was gibt es bei den Einsätzen zu beachten?

Durch den MET-Einsatz entstehen keine Kosten für den Jagdausübungs-berechtigten. Von einem Landkreis bzw. von einer kreisfreien Stadt ausgeschriebene Prämien für erlegtes Schwarzwild stehen entsprechend der Regelungen in der Allgemeinverfügung des jeweiligen Landkreises bzw. der jeweiligen kreisfreien Stadt dem Jagdausübungsberechtigten zu. Eine Beantragung durch die Mitglieder des METs erfolgt nicht.
Der Jagdausübungsberechtigte hat die Möglichkeit während der Entnahme anwesend zu sein und den Einsatz mitzuverfolgen. Ein Mitwirken an der Waffe durch die Jagdausübungsberechtigten ist aus versicherungstechnischen Gründen nicht möglich.
Es ist uns sehr wichtig, die Einsätze im Einvernehmen mit den Jagdausübungs-berechtigten durchzuführen. Die durch das Land eingesetzten Schützen zeichnen sich durch eine risikoarme und besonnene Vorgehensweise aus. Hierauf wird bei der Auswahl und Schulung ein besonderes Augenmerk gelegt.

Videobeschreibung

In diesem Zusammenhang ist auch ein Informationsvideo vom Landesjagdverband Hessen zu empfehlen, welches Sie unter dem Namen „Mobile Entnahmeteams (MET) in Hessen – Jäger nutzen Unterstützung des Landes bei der ASP-Bekämpfung“ auf YouTube.de finden.

 

Kontaktaufnahme bezüglich MET-Einsätzen

Sollten Sie Interesse oder Bedarf an einem Einsatz eines Mobilen Entnahmeteams haben, melden Sie sich gerne unter saufangasphessen@landwirtschaft.hessen.de.

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